UX und Webdesign, das aus Besuchern Nutzer macht
UX beginnt deshalb nicht beim Button. Sie beginnt bei der Struktur der Website.
Mein UX-Modell
- 1Nutzerziel – Was möchte der Nutzer erreichen?
- 2Informationsarchitektur – Welche Inhalte benötigt er, wie werden sie organisiert?
- 3Navigation – Wie findet er den nächsten relevanten Inhalt?
- 4Visuelle Hierarchie – Was wird zuerst wahrgenommen, was ist wichtig?
- 5Interaktion – Welche Handlung ist möglich?
- 6Feedback – Versteht der Nutzer, was passiert ist?
- 7Conversion – Kann das gewünschte Ziel ohne unnötige Hindernisse erreicht werden?
Informationsarchitektur als Verbindung zu SEO
UX und SEO treffen sich besonders stark bei Navigation, Breadcrumbs, Seitentypen, URL-Struktur, interner Verlinkung und Content-Hierarchie. Eine saubere Informationsarchitektur hilft Menschen bei der Orientierung und schafft gleichzeitig klarere Beziehungen zwischen Seiten.
Mobile First
Die mobile Seite darf keine reduzierte Version der eigentlichen Website sein. Google verwendet die mobile Version für Indexierung und Bewertung von Inhalten. Deshalb: gleiche Hauptinhalte, verständliche Navigation, ausreichend große Bedienelemente, lesbare Typografie, keine wichtigen Inhalte nur auf Desktop.
Accessibility
Accessibility ist keine Zusatzfunktion, sondern Teil professioneller UX: Tastaturbedienung, sichtbare Fokuszustände, ausreichende Kontraste, semantische HTML-Strukturen, verständliche Labels, sinnvolle Alternativtexte und ausreichend große Interaktionsflächen. WCAG 2.2 erweitert unter anderem die Anforderungen rund um sichtbaren Fokus und Mindestgrößen interaktiver Elemente.
Performance ist UX
Ein visuell beeindruckendes Interface ist kein gutes Interface, wenn es träge reagiert. Die Core Web Vitals betrachten LCP für Ladeperformance, INP für Interaktivität und CLS für visuelle Stabilität. Als gute Richtwerte gelten aktuell LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1. Performance ist damit die Schnittstelle aus Technik, UX und SEO.
One-Pager oder mehrseitige Website?
Ein One-Pager eignet sich, wenn eine zentrale Suchintention besteht, ein klares Angebot erklärt wird und der Entscheidungsweg überschaubar ist. Eine mehrseitige Struktur ist sinnvoll, wenn mehrere eigenständige Suchintentionen bestehen, unterschiedliche Zielgruppen existieren oder Nutzer gezielt einzelne Inhalte erreichen müssen. Hash-Sprungmarken verbessern die Navigation innerhalb einer Seite – sie ersetzen aber keine eigenständigen URLs für eigenständige Suchintentionen.
Geplante Themenvertiefung
Informationsarchitektur im Detail, Mobile UX, Accessibility, Conversion-UX, SEO-Webdesign, One-Pager vs. mehrseitige Website.
FAQ
Wann lohnt sich ein One-Pager, wann eine mehrseitige Struktur?
Ein One-Pager passt zu einer einzelnen Suchintention. Bei mehreren eigenständigen Suchintentionen oder Zielgruppen braucht es eigenständige Unterseiten.
Wie hängen UX und SEO zusammen?
Über Informationsarchitektur, Navigation, Breadcrumbs und interne Verlinkung – beide profitieren von derselben klaren Struktur.
Was bedeuten die Core Web Vitals konkret?
LCP misst, wie schnell der Hauptinhalt sichtbar wird, INP die Reaktionsgeschwindigkeit auf Interaktionen, CLS die visuelle Stabilität beim Laden. Richtwerte: LCP bis 2,5s, INP bis 200ms, CLS bis 0,1.
Ist Accessibility nur für bestimmte Nutzergruppen relevant?
Nein. Klare Struktur, gute Kontraste und Tastaturbedienbarkeit verbessern die Nutzung für alle, nicht nur für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Die Verbindung der vier Fachbereiche
Fundament
Was ist das digitale Fundament des Projekts?
Auffindbarkeit
Wie wird ein Inhalt gefunden und eingeordnet?
Verständlichkeit
Wie wird ein Inhalt in generativen Systemen verstanden?
Skalierung
Wie werden Entwicklung und Produktion beschleunigt?
Nutzung
Wie wird der gefundene Inhalt genutzt?
Weiterentwicklung
Was zeigen reale Daten nach dem Launch?